Zeitbild Wissen: Kernenergie - Die Situation in Deutschland - page 13

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Zeitbild Wissen
Der
Betriebsdruck
eines
Siedewasser-
reaktors ist mit etwa 70 bar relativ niedrig. So
muss der Druckbehälter nur für einen Druck –
einschließlich Sicherheitszuschlag – von etwa 90
bar ausgelegt werden. Außerdem gibt es beim
Siedewasserreaktor nur einen Wasserkreislauf
zwischen Turbine und Reaktor. Das Wasser
dient im Reaktor auch als Moderator. Im Dampf
befinden sich weniger Wassermoleküle, daher
verschlechtert sich bei steigender Hitze die
Moderatorwirkung: Je heißer der Reaktor wird,
desto mehr bremst er sich selbst, eine vorteilhafte
Sicherheitseigenschaft. Das Wasser im Reaktor
enthält hochradioaktive Stoffe. Sie werden durch
dieDampf-Wasser- Trennung zumweitaus größten
Teil im Reaktordruckbehälter zurückgehalten.
Gasförmige radioaktive Stoffe, die mit dem Dampf
mitgerissen werden, werden im Kondensator
abgesaugt und damit dem Kühlmittelkreis
entzogen. Deshalb sind auch Maschinenhaus
und Turbine in die Sicherheitsmaßnahmen
des Strahlenschutzes einbezogen. Aus diesem
Grund sind Sicherheitseinrichtungen eingebaut,
die bei einer Störung den Dampfstrom zum
Maschinenhaus sofort unterbrechen.
Der Siedewasserreaktor (SWR)
Dieser Reaktortyp verfügt über zwei Wasserkreisläufe.
Beim Siedewasserreaktor wird der Dampf, der die Turbinen
antreibt, direkt im Reaktor erzeugt. Die Brennstäbe
geben die Wärme direkt an das Wasser ab, das sie umgibt.
Dieses beginnt dadurch zu sieden – daher der Name.
Der entstehende Dampf wird direkt an die Turbinen
weitergeleitet, gelangt von dort in einen Kondensator, wo
er wieder zu flüssigem Wasser abkühlt. Und von hier geht es
wieder zurück in den Reaktor.
Abklingbecken für Brennelemente
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s mit Druckwasserreaktor (DWR)
eines KKW zuzuordnen.
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