Erfolgreiche Kinoaufführung des Dokumentarfilms "Pandora‘s Promise"

Energie im Dialog
Kinopremiere des Dokumentarfilms von Robert Stone in Deutschland

18. Februar 2014, CinemaxX Berlin Potsdamer Platz

Am 18. Februar 2014 lud das DAtF im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Energie im Dialog“ zu einem Film- und Diskussionsabend in das Berliner Kino CinemaxX ein. Die rund 180 Besucher hatten dabei die Gelegenheit offen, sachlich und kontrovers zu diskutieren.

Präsentiert wurde der Film „Pandora’s Promise“ des Oscar-nominierten amerikanischen Regisseurs Robert Stone. Nach der Filmvorführung diskutierten Robert Stone und Dr. Felix Christian Matthes, Forschungskoordinator Energie- und Klimapolitik am Öko-Institut e.V., leidenschaftlich miteinander. Moderiert wurde die Diskussion von Dr. Ralf Güldner, dem Präsidenten des DAtF.

„Pandora’s Promise“ beschäftigt sich mit der Rolle der Kernenergie in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Der Film stützt sich unter anderem auf die Aussagen von ehemaligen Kernkraftgegnern, die die Kernenergie heute, besonders aufgrund des weltweit rapide steigenden Energiebedarfs und der klimapolitischen Herausforderungen, für unverzichtbar halten.

Stone zeigte sich überzeugt, dass die individuellen Leistungen Einzelner zum Schutz des Klimas nicht ausreichend wären. Vielmehr seien größere klimapolitische Veränderungen notwendig. Hiermit stimmte Dr. Matthes überein. Für ihn bedeutet effektive und robuste Klimapolitik aber einen Verzicht auf die wegen ihrer spezifischen Risiken besonders akzeptanzanfällige kerntechnische Energieerzeugung. Im Gegensatz zu Stone sieht er in den erneuerbaren Energien eine echte und vor allem deutlich risikoärmere Alternative. Stone dagegen betonte wiederholt, dass es bei dem zu erwartenden steigenden Energieverbrauch ohne Kernenergie nicht möglich sein werde, die Menschen weltweit ausreichend und verlässlich mit Energie zu versorgen. Darüber hinaus seien erneuerbare Energien teuer, brächten aber wenig Ertrag. Dr. Matthes unterstrich dagegen, dass die in der Vergangenheit hohen Ausgaben für Erneuerbare Energien eine lohnende Investition in die Zukunft gewesen seien und erneuerbare Energien inzwischen – im Gegensatz zur Kernenergie – immer preiswerter verfügbar seien. Besonders Deutschland habe die entsprechenden Möglichkeiten und könne als Vorreiter zeigen, dass die Energiewende machbar sei. Stone relativierte dagegen die klima- und energiepolitische Bedeutung Deutschlands. Klimapolitik müsse global angegangen und gelöst werden. Für Dr. Matthes sei die Frage nach dem Ausstieg aus der Kernenergie auch eine Frage der Ethik. Stone verwies dagegen auf den hohen Sicherheitsstandard neuer Kernkraftwerke und die Notwendigkeit, auch künftig umfassend und breit in der Weiterentwicklung der Kerntechnik zu forschen. Er hob insofern die zahlreichen Möglichkeiten innovativer Reaktorkonzepte und alternativer Brennstoffkreisläufe hervor, während Dr. Matthes diese Potenziale eher nicht sah und daher die Förderung einer technischen Weiterentwicklung im Bereich der Kernenergie ablehnte.

Nachdem auch das Publikum seine Fragen an die Diskutanten gestellt hatte, bot das anschließende Get-together die Möglichkeit sich im persönlichen Gespräch weiter auszutauschen.

 
 

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