
Die Sowjetunion zählte bis zu ihrem Auseinanderfallen weltweit zu den führenden Nuklearmächten. Das traf ebenfalls auf die friedliche Anwendung der Kernenergie zu. Beachtlich ist das breite Spektrum von Entwicklungen der Kernkraftwerkstechnik: Drei Linien der Reaktortechnik wurden eigenständig entwickelt und errichtet: die Druckwasserbaulinie WWER bis zum WWER-1000 (Wasser-Wasser-Energie-Reaktor), die grafitmoderierte Siedewasserbaulinie RBMK bis zum RBMK-1500 (Hochleistungs-Reaktor mit Kanälen) und die natriumgekühlten Schnellen Brutreaktoren bis zum BN-600.
Die diesbezüglichen Wissenschaftseinrichtungen und ebenso der nukleartechnische Maschinenbau waren im Wesentlichen in Russland konzentriert und blieben nach dem Ende der Sowjetunion als Kernpotenz der Kernkraftwerkstechnik in Russland erhalten.
Die aktuell verfolgten Entwicklungslinien kleiner, mittlerer und großer Reaktoren, die sowohl für Neubauprojekte in Russland selbst, als auch für den Export vorgesehen sind, werden vorgestellt.
Parallel zu den technischen Entwicklungen hat Russland zur Verwirklichung der Ziele bei der Errichtung von Kernkraftwerken im In- und Ausland seine wirtschaftlichen Kapazitäten der Nuklearindustrie neu geordnet. Die wesentlichen Teile der Nuklearindustrie sind in der Holding "AtomEnergoProm" vereinigt.
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