Forschungsbergwerk Asse

Forschungsbergwerk Asse

Forschungsbergwerk Asse

Seit 1965 diente das ehemalige Salzbergwerk Asse in Niedersachsen als Forschungsbergwerk des Bundes. In den Jahren 1967 bis 1978 wurden zu Forschungszwecken rund 126.000 Fässer an schwach- und mittelradioaktiven Abfällen eingelagert. 1995 wurden die Forschungsarbeiten eingestellt und 2007 die endgültige Schließung beantragt.

Seit dem 1. Januar 2009 ist das BfS als Nachfolger des Helmholtz Zentrum München für den Betrieb und die Stilllegung der Anlage zuständig. Die Stilllegung der Schachtanlage Asse II wird zukünftig im Rahmen eines atomrechtlichen Planfeststellungsverfahrens erfolgen. Derzeit arbeitet die speziell eingesetzte "Arbeitsgruppe Optionenvergleich" an möglichen Schließungskonzepten. Ein Abschlussbericht soll 2009 vorliegen. Zurzeit laufen vorgezogene Verfüllungsmaßnahmen einzelner Abbaukammern als bergbauliche Stabilisierung des Salzbergwerks.

Ein wesentlicher Grund für den Betreiberwechsel war ein Laugenzufluss in der Asse sowie damit in Zusammenhang stehende Informationsdefizite. Dieser Laugenzufluss spricht jedoch nicht gegen die grundsätzliche Eignung von Salz als Wirtsgestein für die Endlagerung von radioaktiven Stoffen. Die Asse war ursprünglich ein kommerziell genutztes, sogenanntes "verritztes" Bergwerk, mit einer Vielzahl von Stollen und Abbaukammern, in dem Salz bis an das Grundwasser führende Deck- und Nebengebirge abgebaut wurde. Der Salzstock Gorleben hingegen war bis zu Beginn der Erkundungsmaßnahmen "unverritzt", sprich ohne industrielle Vornutzung und ist daher nicht mit dem Salzstock Asse vergleichbar.