Internationale Kernenergiebilanz 1998

Berlin, 24.02.1999

"Die deutschen Kernkraftwerke bleiben weltweit Spitze". Mit diesen Worten kommentierte Dr. Wilfried Steuer, Präsident des Deutschen Atomforums, die Betriebsergebnisse der deutschen Reaktoren im internationalen Vergleich: Weltmeister 1998 wurde das Kernkraftwerk Grohnde mit einer Stromproduktion von 11,76 Milliarden Kilowattstunden. Den zweiten Platz erreichte das amerikanische Kernkraftwerk PaloVerde-2. Auf den Plätzen drei bis sechs liegen die Anlagen Isar-2, Emsland, Neckar-2 und Philippsburg-2.

Unter den internationalen Top Ten waren 1998 insgesamt sechs deutsche Kernkraftwerke. Sie lieferten jeweils mehr als elf Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) Strom. Zum Vergleich: Zehn Milliarden kWh reichen, um eine Millionenstadt wie Hamburg ein Jahr lang mit Strom zuversorgen. Neben den deutschen sind unter den Top Ten noch zwei amerikanische, ein japanisches und ein englisches Kernkraftwerk.

Damit wurden auch 1998 die guten Betriebsergebnisse deutscher Kernkraftwerke im internationalen Vergleich bestätigt: Seit Beginn der 80er Jahre belegten sie jedes Jahr jeweils drei bis sieben der zehn ersten Plätze. Solche Werte sind nur möglich, wenn das einzelne Kernkraftwerk sowohl die entsprechende Leistungsgröße besitzt als auch eine hervorragende Verfügbarkeit erreicht. Nach Auffassung von Dr.Steuer beweisen diese Ergebnisse eindrucksvoll die technische Reife deutscher Kernkraftwerke und die hohe Qualifikation ihrer Betriebsmannschaften.

Weltweit waren Ende des vergangenen Jahres 430 Kernkraftwerke in Betrieb. Sie produzierten 1998 2,4 Billionen kWh Strom. Kernenergie liefert damit 17 % der Weltstromproduktion.

Seit Beginn der friedlichen Nutzung der Kernenergie wurdenweltweit insgesamt 34,7 Billionen Kilowattstunden Strom aus Uran undPlutonium gewonnen, das heißt 34.700.000.000.000 kWh (!) und entspricht dem fast 70 fachen der jährlichen Stromerzeugung (aus allen Energiequellen) in Deutschland.

Hinweise:
Verwendet wurden u. a. Angaben des Informationsdienstes Nucleonics Week, Verlag McGraw-Hill.
Die entsprechenden Tabellen zu den Top Ten können bei der Pressestelle, Frau Philipp, angefordert werden.

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