Majewski: „Kernenergie ist Klimaschutz“

Berlin, 01.11.1999

Präsidium des Deutschen Atomforums auf der Weltklimakonferenz in Bonn

„Kernenergie ist aus einem ehrlichen und effektiven Konzept für den Klimaschutz nicht wegzudenken.“ Dies erklärte der Präsident des Deutschen Atomforums und Vorstandsvorsitzende der Bayernwerk AG, Dr. Otto Majewski, heute anlässlich eines Informationsbesuchs des Präsidiums des Deutschen Atomforums auf der Weltklimakonferenz in Bonn.

Weiter sagte Dr. Majewski: „Wirksamer Klimaschutz braucht Realitätssinn: Fakt ist, daß Kernenergie heute weltweit rund 17 % des Stroms erzeugt und ohne sie klimaschädliche Emissionen global um 10 % steigen würden. Allein in Deutschland vermeidet die Kernenergie eine Emissionsmenge, die dem Schadstoffausstoß des gesamten deutschen Straßenverkehrs entspricht. Wer vor diesem Hintergrund meint, auf Kernenergie verzichten und gleichzeitig die ehrgeizigen Klimaziele von Kioto erreichen zu können, steht im Konflikt mit der Wirklichkeit. Egal, wie man zur Kernenergie steht: Sie ist ein wesentlicher Faktor realen Klimaschutzes.

Kernenergie ist nicht das Patentrezept zum Klimaschutz, aber Teil der Gesamtlösung. Neben der Wasserkraft ist sie die einzige Form der Stromerzeugung, die nicht nur absolut CO2-frei, sondern vor allem wettbewerbsfähig ist. Sie sollte deshalb als ein sinnvolles Element im Rahmen der flexiblen Mechanismen des Kioto-Prozesses festgeschrieben und den gleichen Projektkriterien wie andere Maßnahmen unterworfen werden. Wer hier aus ideologischen Motiven Kernenergie von vornherein ausklammern will, gefährdet dagegen den Erfolg der Klimaschutzbemühungen. Er verhindert zudem die Schaffung von Anreizen, die für die Finanzierung sicherheitstechnischer Ertüchtigungen bzw. den Ersatz sicherheitslabiler Kernkraftwerke in Osteuropa und anderswo unverzichtbar sind.“

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