Betriebsstörung im schwedischen Kernkraftwerk Forsmark nach erster Analyse nicht auf deutsche Anlagen übertragbar

Berlin, 04.08.2006

Die schwedische Aufsichtsbehörde SKI, die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) und die World Association of NuclearOperators (WANO) untersuchen gegenwärtig detailliert die Ursachen der Betriebsstörung im schwedischen Kernkraftwerk Forsmark. Die Betriebsstörung wurde von der SKI auf der siebenstufigen internationalen Bewertungsskala als Ereignis der Stufe 2 und damit als so genannter Störfall eingestuft.

Nach den bisher vorliegenden Erkenntnissen über die Abläufe inForsmark kann ausgeschlossen werden, dass ein solcher Zwischenfall in deutschen Kernkraftwerken die gleichen Folgen hätte. Es gibt keinerlei Anhaltspunkte für eine Übertragbarkeit des Vorfalls. Obwohl es keine Anhaltspunkte für eine Übertragbarkeit gibt, gebietet es jedoch die hohe Sicherheitskultur der deutschen Kernkraftwerksbetreiber, dass die Ursachen der Betriebsstörung in Forsmark gemeinsam mit den deutschen Aufsichtsbehörden genau analysiert werden.
Das Konzept der unterbrechungslosen Stromversorgung deutscher Kernkraftwerke unterscheidet sich signifikant von dem im Kernkraftwerk Forsmark. Unterschiede bestehen in der Dimensionierung und der eingesetzten Gerätetechnik wie beispielsweise den verwendeten Wechselrichtern.

Deutsches Atomforum e. V. (DAtF)

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