Klimavorsorge erfordert enorme Anstrengungen - Politik zur Neubewertung der Kernenergie alternativlos

Berlin, 22.05.2007

Der Präsident des Deutschen Atomforums, Dr. Walter Hohlefelder, hat zu Beginn der Jahrestagung Kerntechnik 2007 in Karlsruhe die Neubewertung der Kernenergie gefordert. "Angesichts der enormen Anstrengungen, gerade auf dem Gebiet der Klimavorsorge, gibt es dazu keine Alternative.", mahnte Dr. Hohlefelder eine offene und vorurteilsfreie Diskussion auch auf dem bevorstehenden Energiegipfel an.

Anspruchsvolle Klimavorsorgeziele erfordern anspruchsvolle Lösungen. Ein Festhalten an der Kernenergienutzung in Deutschland kann ohne jeden Zweifel einen maßgeblichen Beitrag beim Klimaschutz leisten. Dr. Hohlefelder: "Die Bundesregierung muss sich entscheiden: Entweder sie bleibt beim Ausstieg. Dann verfehlt sie die Ziele zur CO2-Reduktion mit Sicherheit. Oder sie revidiert den Beschluss. Dann hat sie realistische Chancen, die Klimaschutzziele zu erreichen." Der Ersatz der wegfallenden Kernkraftwerksleistung in Deutschland wird jedenfalls nicht ohne den Bau neuer fossiler Kraftwerkskapazität möglich sein. "Je nach eingesetztem Energieträger bedeutet dies einen Anstieg der jährlichen CO2-Emissionen um bis zu 185 Millionen Tonnen gegenüber dem Einsatz der Kernenergie.", machte Dr. Hohlefelder deutlich.

Die Jahrestagung Kerntechnik, die in diesem Jahr zum 38. Mal stattfindet, ist mit über 1.000 nationalen und internationalen Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine der größten Fachkonferenzen auf dem Gebiet der Kerntechnik.


Deutsches Atomforum e. V. (DAtF)

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