Jahrestagung Kerntechnik 2009:

Dresden, 12.05.2009

Seit dem Regierungsbeschluss zum Atomausstieg 2001 haben sich die nationalen und internationalen Rahmenbedingungen völlig verändert, betonte der Präsident des Deutschen Atomforums, Dr. Walter Hohlefelder, zur Eröffnung der Jahrestagung Kerntechnik 2009 in Dresden. "Wir halten daher in jedem Fall eine Neubewertung der Kernenergiepolitik in Deutschland - das heißt Laufzeitverlängerung und wirkliche Fortschritte zur Lösung der Entsorgungsfrage - für zwingend", sagte Hohlefelder am 12. Mai in seiner Eröffnungsrede. Der weltweite Kampf gegen den Klimawandel, die Risiken einer wachsenden Importabhängigkeit vom Erdgas infolge des Atomausstiegs, die in der Wirtschaftskrise immer wichtigere Strompreisdämpfung durch Kernenergie und deren internationale Neubewertung sind zentrale Faktoren, die nicht länger ignoriert werden dürfen.

Die deutschen Energieversorger sind sich ihrer Verantwortung bewusst und wollen die Gesellschaft an den wirtschaftlichen Vorteilen einer Laufzeitverlängerung beteiligen. "Ab dem 27. September 18:00 Uhr sind wir bereit, unsere Vorschläge auf den Tisch zu legen und mit den Entscheidungsträgern darüber zu verhandeln", kündigte der Präsident des Deutschen Atomforums an.

Die Umfragen in Deutschland zeigen, dass sich der Streit um die Kernenergie in Deutschland entspannt. "Er hat seine die Gesellschaft spaltende Wirkung verloren. Das ist eine gute Basis für die notwendige Neubewertung", fasste Hohlefelder zusammen.

Die Jahrestagung Kerntechnik findet 2009 zum 40. Mal statt. Sie gehört mit mehr als 1.400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie 52 Ausstellern aus 24 Nationen zu den weltweit größten Fachmessen auf dem Gebiet der Kerntechnik.

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