Salzstock Gorleben zügig und ergebnisoffen zu Ende erkunden

Berlin, 16.02.2011

Das Deutsche Atomforum begrüßt den vom Bundesumweltministerium im Rahmen des Gorleben-Dialogs gemachten Vorschlag zur Gestaltung eines Dialog- und Beteiligungsprozesses zur Weitererkundung des Salzstockes Gorleben als mögliches Endlager für wärmeentwickelnde radioaktive Abfälle.

Für Irritationen kann jedoch eine jüngste vermeintliche Aussage des Bundesumweltministers sorgen. So wurde Bundesminister Röttgen anlässlich der öffentlichen Sitzung des Kreistages Lüchow-Dannenberg am 14. Februar in einer überregionalen Tageszeitung mit den Worten zitiert: "Die Erkundung hat das Ziel, die Nichteignung Gorlebens zu beweisen."

Diese Aussage wäre aus Sicht des Deutschen Atomforums nicht sachgerecht. Die Wiederaufnahme der Erkundung des Salzstockes in Gorleben hat das Ziel, die notwendige Datengrundlage für die Eignungsprüfung des Salzstockes zu schaffen. So ist in einem mehrstufigen Verfahren ergebnisoffen und zügig zu prüfen, ob Gorleben als Endlager geeignet ist.

Bis dato spricht nichts gegen die Eignung des Salzstockes. Dass alle bisherigen wissenschaftlichen Erkundungsergebnisse positiv sind, hat Bundesminister Röttgen mehrfach betont. Auch der ehemalige Bundeskanzler Schröder und der ehemalige Bundesumweltminister Trittin haben dies ausdrücklich bestätigt. Die bisherigen positiven Eignungsergebnisse auch im Rahmen des Dialogprozesses noch einmal darzustellen, ist im Sinne der nationalen Aufgabe, ein Endlager bereit zu stellen, bestimmt nicht abträglich.

Der Bund steht nach wie vor in der Pflicht. Nur der Abschluss der Erkundung schafft Klarheit über die Eignung des Salzstockes und damit auch für die Bevölkerung vor Ort.

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