Stresstest bestätigt hervorragendes Sicherheitsniveau der kerntechnischen Ver- und Entsorgung in Deutschland

Berlin, 25.03.2013

Die Entsorgungskommission (ESK), ein unabhängiges Beratergremium des Bundesumweltministeriums (BMU), hat im Auftrag des BMU kerntechnische Anlagen und Einrichtungen der Ver- und Entsorgung erstmals einem Stresstest unterzogen und in einer aktuellen Stellungnahme deren hervorragendes Sicherheitsniveau bestätigt. So wurden unter anderem bewertet:

  • die Brennelementfertigungsanlage der Firma ANF in Lingen;
  • die Urananreicherungsanlage der Firma Urenco in Gronau;
  • die 12 Standortzwischenlager für hochradioaktive Abfälle (Biblis, Brokdorf,
  • Brunsbüttel, Emsland, Grafenrheinfeld, Grohnde, Gundremmingen, Krümmel, Isar, Neckarwestheim, Philippsburg, Unterweser);
  • die Transportbehälterlager Ahaus und Gorleben;
  • das Zwischenlager Nord;
  • die Pilotkonditionierungsanlage Gorleben;
  • die Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe.


Mit diesem Stresstest wurden ausdrücklich nicht die im Rahmen des Genehmigungsverfahrens geprüften Auslegungsanforderungen bewertet, sondern die Robustheit der ausgewählten Anlagen und Einrichtungen gegen Einwirkungen, die über diese Anforderungen hinausgehen.

Die ESK betont in ihrer jetzt veröffentlichten Stellungnahme, dass „für keine der im Stresstest betrachteten Anlagen und Einrichtungen aufgrund der unterstellten auslegungsüberschreitenden Lastfälle ein Versagen von Komponenten oder Maßnahmen zu befürchteten ist, das zu einem sprunghaften Anstieg der radiologischen Auswirkungen außerhalb der Anlage (cliff-edge-Effekt) führen kann.“ Die untersuchten Anlagen und Einrichtungen „erreichen für viele unterstellte Lastfälle höchste Stresslevel bzw. den höchsten Schutzgrad.“

Dr. Ralf Güldner, Präsident des DAtF hebt hervor: „Auch die aktuelle ESK-Stellungnahme bestätigt eindrucksvoll das hervorragende Sicherheitsniveau kerntechnischer Anlagen in Deutschland und die international vorbildliche Sicherheitskultur ihrer Betreiber sowie der deutschen Aufsichtsbehörden.“

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