Einschnitt bei Exportkreditgarantien gefährdet kerntechnische Industrie in Deutschland

Berlin, 20.06.2014

Das DAtF bedauert, dass künftig grundsätzlich keine Exportkreditgarantien mehr für kerntechnische Produkte und Services aus Deutschland für neue Kernkraftwerke im Ausland übernommen werden sollen. Die Entscheidung ist kein gutes Signal für den kerntechnischen Wirtschafts- und High Tech-Standort Deutschland mit seinen über 35.000 wertschöpfenden Arbeitsplätzen.

„Gerade vor dem Hintergrund, dass das deutsche Know-how und die gewohnt hohen Standards maßgeblich zur Sicherheit von Neubauten kerntechnischer Einrichtungen im Ausland beitragen, ist die Entscheidung der Bundesregierung für uns nicht nachvollziehbar“, unterstreicht Dr. Ralf Güldner, Präsident des DAtF.

Neben der behördlichen Praxis bei Exportgenehmigungen, den Rahmenbedingungen in Transport- und Logistikfragen sowie der freien Forschung und Entwicklung, stellen Bürgschaften einen bedeutenden Erfolgsfaktor für viele Unternehmen der kerntechnischen Industrie in Deutschland dar, deren wirtschaftlicher Erfolg gerade nach dem Ausstiegsbeschluss stark von Exportmöglichkeiten abhängt.

Der wirtschaftliche Erfolg der Branche wiederum ist für die Erhaltung des kerntechnischen Know-how in der Praxis unerlässlich, das in Deutschland noch mehrere Jahrzehnte nach dem Ende der Stromerzeugung aus Kernenergie benötigt werden wird. Dies gilt für den kerntechnischen Rückbau, die Entsorgung, den Strahlenschutz sowie die internationalen Mitsprachemöglichkeiten bei Sicherheitsregeln und betrifft auch andere kerntechnische Anwendungen wie z. B. die Nuklearmedizin, die Radiochemie oder die Materialentwicklung. Nicht umsonst erstreckt sich der politische Ausstieg aus der Kernenergie nicht auf die kerntechnische Industrie und Forschung.

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