Konditionierung radioaktiver Abfälle

Radioaktive Abfälle müssen für die Endlagerung und z. T. auch für eine längere Zwischenlagerung aufbereitet und verpackt werden. Diese Arbeitsschritte werden als Konditionierung bezeichnet und müssen vom Verursacher der Abfälle durchgeführt werden. Das gilt für die Betreiber von Kernkraftwerken und deren Betriebs- bzw. Rückbauabfälle, die an den Standorten zwischengelagert werden ebenso wie etwa für Forschungseinrichtungen oder Betriebe der kerntechnischen Industrie. Auch die Landessammelstellen, an die etwa Krankenhäuser ihre radioaktiven Abfälle abgeben müssen, haben die fachgerechte Konditionierung sicher zu stellen.

Besonders die schwach- und mittelaktiven Abfälle sind sehr vielfältig in chemischer Zusammensetzung und Konsistenz. Um alle Arten dieser radioaktiven Abfälle sicher zu verpacken, stehen verschiedene Verfahren beziehungsweise Anlagen zur Konditionierung zur Verfügung. Ziel ist es letztlich, die Annahmebedingungen für das künftige Endlager Konrad einzuhalten.

Flüssige Abfälle können eingedampft oder zementiert werden. Feste Abfälle werden zerkleinert, getrocknet, verbrannt, geschmolzen, kompaktiert (= zusammengepresst) oder zementiert. Wenn die Abfälle zu festen Abfallprodukten (etwa Presslinge oder Konzentrate) verarbeitet wurden, werden sie in standardisierten, dafür zugelassenen Behältern verpackt. Wichtig ist, dass Abfälle und Behälter den Vorgaben entsprechen. So dürfen unterschiedliche radioaktive Abfälle zusammen verpackt werden, jedoch muss eine Reaktion zwischen den Abfallsorten, dem Mittel zur Fixierung (meist Beton) und der Verpackung weitestgehend ausgeschlossen werden.

Behälter für die (End-)Lagerung schwach- und mittelaktiver Abfälle

Bei den Behältern, die es in zahlreichen Varianten gibt, bestehen drei unterschiedliche Typen: zylindrische Betonbehälter, zylindrische Gussbehälter und Container.

Die zylindrischen Betonbehälter werden in der Regel für fixierte Abfälle genutzt und können aus Normal- oder Schwerbeton bestehen. In sie werden Fässer mit radioaktiven Abfällen in der Größe von 200 bzw. 400 Liter eingestellt. Hohlräume werden dann mit Beton ausgegossen.

Zylindrische Gussbehälter werden meist für die Verpackung von losen Abfällen verwendet. Je nach Anforderung sind unterschiedliche Abmessungen und Wandstärken zur Abschirmung verfügbar.

Container sind große quaderförmige Behälter aus Stahl, armiertem Beton oder einem Gusswerkstoff, die es in unterschiedlichen Größen und mit verschiedenen Wandstärken gibt. In die Container können je nach Typ Fässer oder Bauteile eingeladen werden. Auch hier werden die Hohlräume i. d. R. mit Beton vergossen. Abschließend werden alle Behältertypen dauerhaft mit einem Deckel verschlossen.

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