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Arten radioaktiven Abfalls und sichere Endlagerung

Dezember 2014


Den Vorteilen der zuverlässigen und sauberen Energiegewinnung durch Kernspaltung steht die Herausforderung einer sicheren Endlagerung der radioaktiven Endprodukte gegenüber. Erkundung, Errichtung und Betrieb von Endlagern sind in Deutschland staatliche Aufgaben. Die Kosten für die Entsorgung werden im notwendigen Umfang von den Abfallverursachern getragen. Dafür haben die Energieversorgungsunternehmen Rückstellungen gebildet. Aktuell bestehen Rückstellungen in Höhe von etwa 36 Milliarden Euro, die jährlich von unabhängigen Wirtschaftsprüfern begutachtet und testiert werden.

Man unterscheidet zwischen zwei Arten von radioaktiven Abfällen. Auf der einen Seite die hochradioaktiven wärmeentwickelnden Abfälle, zu denen die Brennelemente aus den Reaktoren zählen. Diese machen ungefähr zehn Prozent des anfallenden nuklearen Abfallvolumens aus, enthalten jedoch 99 Prozent der gesamten Radioaktivität.

Die übrigen 90 Prozent des nuklearen Abfalls sind schwach- und mittelradioaktiv. Sie entstehen zum Beispiel bei der Arbeit in Kernkraftwerken – etwa Schutzkleidung, Werkzeuge oder Filter – oder bei deren Rückbau. Auch Medizin und Forschung setzen sogenannte Radionuklide ein, die nach ihrer Verwendung sachgemäß als radioaktiver Abfall entsorgt werden müssen.

Für die Lagerung der Abfälle sind bestimmte geologische Eigenschaften notwendig. International herrscht darüber Einigkeit, hochradioaktive Abfälle in tiefen geologischen Formationen endzulagern, um sie dauerhaft von der Biosphäre zu isolieren. Als Wirtsgesteine kommen Salz, Ton oder Granit in Frage. Gesucht wird in Tiefen von 300 bis zu 1.500 Metern. Ziel der Tiefenlagerung ist, schädliche Auswirkungen auf Mensch und Umwelt auszuschließen. Außerdem müssen seismische und geologische Bedingungen sowie das Isolationsvermögen des Gesteins stimmen. Deutschland hat sich darüber hinaus entschieden, auch schwach- und mittelradioaktive Abfälle untertägig zu lagern.

Die transparente Information der Bevölkerung und vertrauensbildende Maßnahmen sind wichtige Bausteine der sicheren Lagerung von radioaktiven Abfällen.


 

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