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Eisenerzbergwerk Schacht Konrad - Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle

Dezember 2014


Eisenerzbergwerk Schacht Konrad
Eisenerzbergwerk Schacht Konrad

Eine Informationsstelle in Salzgitter-Lebenstedt gibt den Besuchern Auskunft über die Bauphase und das Nutzungskonzept des zukünftigen Endlagers für schwach- und mittelradioaktive Abfälle Schacht Konrad. Schwach und mittelradioaktive Abfälle aus Medizin, Forschung und Industrie bilden gut 95 Prozent des gesamten radioaktiven Abfalls in Deutschland. In ihrer Zusammensetzung bestehen die Abfälle beispielsweise aus kontaminierten Spritzen, Putzlappen, Laborgerätschaften, Bauschutt usw.

Entscheidend bei der Auswahl Schacht Konrads war, dass über dem Erzlager mächtige Ton- und Mergelschichten liegen, die verhindern, dass oberflächennahes Grundwasser in die Schachtanlage eindringen kann. Wegen dieser besonderen geologischen Eigenschaften ist das Bergwerk außergewöhnlich trocken und ideal für die Endlagerung radioaktiver Stoffe. Die Umrüstung hat begonnen. Das Endlager Schacht Konrad wird nach offiziellen Aussagen nicht vor 2020 fertiggestellt und betriebsbereit sein.


Zeitleiste

 1965-1976 Eisenerzabbau, 1976 Einstellung aus wirtschaftlichen Gründen.
 1976-1982 Untersuchung des Schachtes auf die Eignung als Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle
 1982 Vorstellung eines Abschlussberichts mit bisher positiven Ergebnissen Antrag auf Einleitung eines Planfeststellungsverfahrens nach § 9 Atomgesetz (AtG) durch die damals zuständige Physikalisch-Technisch Bundesanstalt (PTB) im Einvernehmen mit der Bundesregierung
 1982-1990 Ausarbeitung der gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsanalyse unter landesbehördlicher Begleitung durch die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) mbH
 1989 Einreichung der Planunterlagen bei der zuständigen Planfeststellungsbehörde, dem Niedersächsischen Umweltministerium
 1991 Öffentliche Auslegung der Planunterlagen
 1992-1993 Erörterungstermine über insgesamt 75 Verhandlungstage
 2000 Antrag auf Sofortvollzug des Planfeststellungsbeschlusses durch BfS zurückgezogen gemäß Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und den Energieversorgungsunternehmen vom 14. Juni 2000
 2002 Reduktion des beantragten Einlagerungsvolumens von 650.000 m³ auf 303.000 m³ durch BfS aufgrund geänderter Abfallprognosen
Erteilung des Planfeststellungsbeschlusses durch das Land Niedersachsen
 2006 Bestätigung des Planfeststellungsbeschlusses und Zurückweisen aller Klagen von Kommunen und Privatpersonen durch das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg
Nichtzulassung einer Revision vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig.
 2007
Bestätigung der Revisionsentscheidung durch das Bundesverwaltungsgericht
Endgültige Rechtskraft der Genehmigung zu Errichtung und Betrieb. Start der Umrüstungsphase der Schachtanlage.
 Nach 2020 Fertigstellung und Inbetriebnahme des Endlagers

Quellen: Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), Eigenrecherche


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