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Endlagerung: Forschungsbergwerk Asse

Januar 2014


Forschungsbergwerk Asse
Forschungsbergwerk Asse

Das ehemalige Salzbergwerk Asse in Niedersachsen diente ab 1965 als Forschungsbergwerk des Bundes. In den Jahren 1967 bis 1978 wurden zu Forschungszwecken rund 126.000 Fässer an schwach- und mittelradioaktiven Abfällen eingelagert. 1995 wurden die Forschungsarbeiten eingestellt und 2007 die endgültige Schließung beantragt. Seit dem 1. Januar 2009 ist das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) als Nachfolger des Helmholtz Zentrum München für den Betrieb und die Stilllegung der Anlage zuständig.


Ein wesentlicher Grund für den Betreiberwechsel war ein Laugenzufluss in der Asse sowie damit in Zusammenhang stehende Informationsdefizite. Dieser Laugenzufluss spricht jedoch nicht gegen die grundsätzliche Eignung von Salz als Wirtsgestein für die Endlagerung von radioaktiven Stoffen. Die Asse war ursprünglich ein kommerziell genutztes, sogenanntes "verritztes" Bergwerk, mit einer Vielzahl von Stollen und Abbaukammern, in dem Salz bis an das Grundwasser führende Deck- und Nebengebirge abgebaut wurde. Der Salzstock Gorleben hingegen war bis zu Beginn der Erkundungsmaßnahmen "unverritzt", d. h. ohne industrielle Vornutzung, und ist daher nicht mit dem Salzstock Asse vergleichbar.

Im Rahmen eines sogenannten Optionenvergleichs hat das BfS drei verschiedene Möglichkeiten geprüft, wie sich die Asse sicher stilllegen lässt. Als Ergebnis des Optionenvergleichs ist die Rückholung der Abfälle aus der Schachtanlage Asse II nach aktuellem Kenntnisstand die beste Variante beim weiteren Umgang mit den dort eingelagerten radioaktiven Abfällen. Untersucht wurden neben der Rückholung auch die Vollverfüllung der Schachtanlage sowie die Umlagerung der Abfälle in tiefere Schichten der Asse. Bei der Rückholung der Abfälle kann ein Langzeitsicherheitsnachweis erbracht werden.

Am 25. April 2013 trat das "Gesetz zur Beschleunigung der Rückholung radioaktiver Abfälle und der Stilllegung der Schachtanlage Asse II" (Lex Asse) in Kraft. Dabei handelt es sich um eine Neufassung des §57b des Atomgesetzes. Die Rückholung wurde so als die zu verfolgende Option rechtlich fixiert.


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