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Endlagerung: Forschungsbergwerk Asse

November 2010


Forschungsbergwerk Asse
Forschungsbergwerk Asse

Seit 1965 diente das ehemalige Salzbergwerk Asse in Niedersachsen als Forschungsbergwerk des Bundes. In den Jahren 1967 bis 1978 wurden zu Forschungszwecken rund 126.000 Fässer an schwach- und mittelradioaktiven Abfällen eingelagert. 1995 wurden die Forschungsarbeiten eingestellt und 2007 die endgültige Schließung beantragt.

Seit dem 1. Januar 2009 ist das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) als Nachfolger des Helmholtz Zentrum München für den Betrieb und die Stilllegung der Anlage zuständig.

Ein wesentlicher Grund für den Betreiberwechsel war ein Laugenzufluss in der Asse sowie damit in Zusammenhang stehende Informationsdefizite. Dieser Laugenzufluss spricht jedoch nicht gegen die grundsätzliche Eignung von Salz als Wirtsgestein für die Endlagerung von radioaktiven Stoffen. Die Asse war ursprünglich ein kommerziell genutztes, sogenanntes "verritztes" Bergwerk, mit einer Vielzahl von Stollen und Abbaukammern, in dem Salz bis an das Grundwasser führende Deck- und Nebengebirge abgebaut wurde. Der Salzstock Gorleben hingegen war bis zu Beginn der Erkundungsmaßnahmen "unverritzt", sprich ohne industrielle Vornutzung und ist daher nicht mit dem Salzstock Asse vergleichbar.

Im Rahmen eines sogenannten Optionenvergleichs hat das BfS drei verschiedene Möglichkeiten geprüft, wie sich die Asse sicher stilllegen lässt. Weil niemand genau weiß, wie lange die Asse II für eine ordnungsgemäße Stilllegung zugänglich ist, muss diese Entscheidung zeitnah von den Beteiligten herbeigeführt werden. Das BfS hat in Abstimmung mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) ermittelt, welches Schließungskonzept weiter verfolgt werden soll, und dies im Januar 2010 veröffentlicht.

Als Ergebnis des Optionenvergleichs ist die Rückholung der Abfälle aus der Schachtanlage Asse II nach jetzigem Kenntnisstand die beste Variante beim weiteren Umgang mit den dort eingelagerten radioaktiven Abfällen. Untersucht wurden neben der Rückholung auch die Vollverfüllung der Schachtanlage sowie die Umlagerung der Abfälle in tiefere Schichten der Asse. Bei der Rückholung der Abfälle kann nach derzeitigem Kenntnisstand ein Langzeitsicherheitsnachweis erbracht werden.


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