• kernenergie.de
  • kernenergie.de
  • kernenergie.de
  • kernenergie.de

Nukleartransporte

April 2013


Jährlich werden in Deutschland mehr als 500.000 Tausend Versandstücke mit radioaktiven Stoffen transportiert. Über 95 Prozent davon stammen nicht nur aus Kernkraftwerken, sondern auch aus Krankenhäusern, Forschungseinrichtungen, Universitäten und industriellen Anwendungen. Diese Abfälle sind schwach- bis mittelradioaktiv und werden per LKW transportiert. Sie führen von öffentlichen oder industriellen Einrichtungen in die Landessammelstellen der Bundesländer. Die übrigen 5 Prozent sind hochradioaktiv und meist abgebrannte Brennelemente, die von den Kernkraftwerken in die Standort-Zwischenlager in unmittelbarer Nähe transportiert werden. Dabei werden keine öffentlichen Verkehrswege beansprucht. Im Jahr 2010 waren 234 Transporte von Kernbrennstoffen genehmigungspflichtig. Die Genehmigungen werden durch das zuständige Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) - einer oberen Bundesbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit - erteilt.

Die meisten genehmigungspflichtigen Transporte verlaufen ohne jeglichen Protest - auch mehrfach im Monat ins zentrale Zwischenlager im niedersächsischen Gorleben. Nur die Transporte hochradioaktiver Reststoffe aus der Wiederaufarbeitung sind für die Gegner Anlass zu öffentlichkeitswirksamen Protesten gegen die Kernenergie.

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) genehmigt die Transporte, wenn Sicherheit von Menschen und Umwelt gewährleistet ist. Das setzt voraus, dass die Strahlung sowohl für die Sicherungskräfte der Polizei und Bundespolizei, die solche Transporte begleiten, als auch für die Bevölkerung im Transportgebiet deutlich unter den gesetzlichen Grenzwerten bleibt.


Transporte in das Zwischenlager Gorleben

Bis 2005 war die Wiederaufarbeitung gesetzlich vorgesehener Entsorgungsweg. Die verbrauchten Brennelemente wurden dazu nach Frankreich und Großbritannien transportiert und dort wiederaufgearbeitet. Die deutschen Kernkraftwerksbetreiber haben zu diesem Zweck umfassende Verträge mit den Betreibern der Wiederaufarbeitungsanlagen in La Hague und Sellafield abgeschlossen.

Neben dem wiederverwertbaren Kernbrennstoff fallen bei der Wiederaufarbeitung auch radioaktive Abfälle an, zu deren Rücknahme sich die Bundesrepublik Deutschland völkerrechtlich verpflichtet hat. Dieser Verpflichtung kommt sie selbstverständlich nach.


Diese Abfälle werden zum zentralen Zwischenlager Gorleben verbracht und dort gelagert, bis ein Endlager in Deutschland zur Verfügung steht. Im Zusammenhang mit dem neuen Standortauswahlgesetz sollen Transporte von hochradioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung in das Zwischenlager Gorleben vorerst ausgesetzt und auf andere Standorte in Deutschland verteilt werden.


Zentrales Zwischenlager Gorleben
Zentrales Zwischenlager Gorleben

Rückführung bundeseigener Kernbrennstoffe

Im Rahmen internationaler Verträge hat sich Deutschland dazu verpflichtet, auch radioaktive Abfälle aus Forschungsvorhaben des Bundes wieder zurücknehmen. So wurden im Dezember 2010 vier CASTOR©KNK-Behälter mit Kernbrennstoffen früherer Forschungs- und Entwicklungsprojekte von Cadarache zum bundeseigenen Zwischenlager Nord (ZLN) bei Greifswald transportiert.

Es handelte sich um Brennstäbe aus dem Schnellbrüter-Versuchsreaktor KNK (Kompakte Natriumgekühlte Kernreaktoranlage) des ehemaligen Forschungszentrums Karlsruhe (heute Karlsruher Institut für Technologie [KIT]) und Restmengen an Kernbrennstoffen aus dem nuklearen Forschungsschiff "Otto Hahn", die im Forschungszentrum Geesthacht lagerten.


Diesen Artikel...

Google+ aktivieren
Twitter aktivieren
 

Warenkorb

Ihr Warenkorb enthält a Artikel

Zwischensumme: t
zzgl. Versandkosten: t
Endsumme: t

45. Jahrestagung Kerntechnik

Fullscreen Video
Frankfurt, 6.-8. Mai 2014
mehr


Mehr Infos

Kernkraftwerke - Zahlen und Fakten
Physik und Technik - Wissen für jedes Alter
 
 




  • Zum Seitenanfang
  • Drucken