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Sicherheit bei Transporten radioaktiver Stoffe

Dezember 2014


Die Sicherheit bei Gefahrguttransporten allgemein und damit auch beim Transport radioaktiver Stoffe wird hauptsächlich durch den Behälter (die Verpackung) gewährleistet. Das beruht auf dem Grundprinzip, dass der Absender den radioaktiven Stoff so verpacken muss, dass die Verpackung die Sicherheit während des Transports gewährleistet und für die Beförderung normalerweise keine besonderen Vorkehrungen mehr erforderlich sind. Dieses Prinzip des „sicheren Versandstücks“ gilt sowohl bei normalen Beförderungsbedingungen als auch bei Unfallszenarien.

Die Behälter haben mehrere Schutzfunktionen. Vor allem sollen sie für einen sicheren Einschluss des radioaktiven Stoffes sorgen (dieser darf nicht in die Umgebung freigesetzt werden) und eine effektive Abschirmung der von dem radioaktiven Stoff ausgehenden Strahlung gewährleisten. Weder das mit der Beförderung befasste Personal noch die allgemeine Bevölkerung dürfen beim Transportvorgang und bei etwaigen Unfällen einer unzulässigen Strahlenexposition ausgesetzt sein. Dabei folgt das Gefahrgutrecht einem abgestuften Ansatz. Je nach Gefahrenpotential des radioaktiven Stoffes sind fünf definierte Verpackungstypen für den Transport vorgeschrieben; den höchsten Anforderungen unterliegen dabei die Typ B- und Typ C-Versandstücke. Behälter dieser beiden Typen müssen verkehrsrechtlich zugelassen sein, bevor sie eingesetzt werden dürfen. Im Rahmen des Zulassungsverfahrens muss der Nachweis geführt werden, dass sie die für sie geltenden Auslegungskriterien erfüllen und ihre Funktion auch bei Unfallszenarien beibehalten. Für Verpackungen, an die (relativ) geringere Anforderungen gestellt werden und die keiner verkehrsrechtlichen Zulassung bedürfen, begrenzen die Regelwerke die Art und Aktivität des radioaktiven Materials, das in einer solchen Verpackung befördert werden darf. Diese Werte sind so weit eingeschränkt, dass in einem Unfallereignis der gesamte radioaktive Inhalt freigesetzt werden dürfte, ohne dass hierbei eine Gefährdung für Menschen und Umwelt eintritt. Dennoch müssen auch diese Verpackungen den beim normalen Transport und auch bei kleineren Zwischenfällen auftretenden Belastungen standhalten können.

Neben den Anforderungen an die Behälter wird die Sicherheit im Gefahrgutrecht durch weitere Elemente gewährleistet. Die Verpackungen und ggf. die Beförderungsmittel tragen Kennzeichnungen, die einem international einheitlichen Format und System folgen. Die Fachkunde des bei der Beförderung eingesetzten Personals muss bestimmten Anforderungen entsprechen. Darüber hinaus gibt es – wiederum abgestuft nach Gefahrenpotential – Vorkehrungen zum Schutz gegen Einwirkungen Dritter, also etwa den Versuch von Dritten, eine Freisetzung der radioaktiven Stoffe zu bewirken oder sie zu entwenden, um sie für ihre Zwecke einzusetzen.


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