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6 - Der Schichtleiter

April 2009


Ingenieur Matthias Sommer ist Schichtleiter im Kernkraftwerk Emsland in Lingen und mit seiner 15-köpfigen Mannschaft für den reibungslosen Betrieb der Anlage verantwortlich.
Ingenieur Matthias Sommer ist Schichtleiter im Kernkraftwerk Emsland in Lingen und mit seiner 15-köpfigen Mannschaft für den reibungslosen Betrieb der Anlage verantwortlich.

LINGEN. Noch vor Tagesanbruch, frühmorgens um halb sechs, betritt Matthias Sommer den Kontrollraum des Kernkraftwerks Emsland in Lingen. Der 41 Jahre alte Vater von drei Kindern arbeitet hier als Schichtleiter. In dieser Funktion ist er Vorgesetzter der 15- köpfigen Bedienungsmannschaft. Die Warte wird für die nächsten acht Stunden sein Arbeitsplatz sein.

Zunächst muss er sich genauestens über den Kraftwerksbetrieb der vergangenen Stunden informieren. "Jedes Detail ist wichtig und wird im Rahmen der Schichtübergabe nach einem festgelegten Schema weitergegeben", erläutert Sommer, nachdem er sich mit seinem abzulösenden Kollegen ausführlich ausgetauscht hat. Die beiden Ingenieure verstehen sich blind, haben sie doch, wie alle Schichtleiter, nach ihrem Studium eine dreijährige kerntechnische Ausbildung im Kernkraftwerk absolviert. "Seitdem kenne ich jede Pumpe und jedes Ventil bis ins Detail", verweist Matthias Sommer auf den hohen Standard der Ausbildung.

Auf der Warte laufen alle Fäden zusammen. Hoch konzentriert hat das Wartenpersonal die vielen hundert Anzeigen und Bedienungselemente im Blick. "Es ist eine große Verantwortung alles so zu koordinieren, dass das Kraftwerk reibungslos läuft. Im Vordergrund steht immer der sichere Anlagenbetrieb. Aber natürlich darf auch die Verfügbarkeit, das heißt die Leistungsfähig keit der Anlage nicht beeinträchtigt werden. Wir produzieren hier immerhin so viel Strom, um damit eine Stadt wie Berlin versorgen zu können", betont Sommer. Um auch unvorhergesehene Situationen ruhig und professionell zu klären, trainiert das Wartenpersonal zwei Wochen pro Jahr in der Simulatorschule in Essen, wo der Kontrollraum des Kraftwerkes eins zu eins nachgebaut worden ist.

Den weiteren Tagesablauf von Matthias Sommer und seinem Team bestimmen neben Routinearbeiten auch das Außer- und Inbetriebnehmen von Systemen, um daran Wartungsarbeiten vorzunehmen. "Die Kollegen, die später an den Bauteilen arbeiten, können sich darauf verlassen, dass wir alles perfekt vorbereitet haben", sagt der Schichtleiter, bevor er nach acht Stunden intensiver Arbeit die Anlage dem nachfolgenden Schichtleiter und seiner Mannschaft übergibt.


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