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7 - Die Strahlenschutz-Ingenieurin

April 2009


Als Strahlenschutz-Ingenieurin ist Astrid Klipfel im Kernkraftwerk Philippsburg für die Einhaltung der strengen gesetzlichen Vorgaben zuständig.
Als Strahlenschutz-Ingenieurin ist Astrid Klipfel im Kernkraftwerk Philippsburg für die Einhaltung der strengen gesetzlichen Vorgaben zuständig.

PHILIPPSBURG. Der Abteilungsleiter schiebt seine Papiere zusammen. Die Morgenrunde der Strahlenschützer im Kernkraftwerk Philippsburg ist beendet. Astrid Klipfel holt sich ihren ersten Kaffee und setzt sich in ihr Büro. Die 42-jährige Strahlenschutz- Ingenieurin hat ihren Beruf von der Pike auf gelernt. Als sie im August 2007 in die Philippsburger Fachabteilung wechselte, schaute sie bereits auf rund 20 Jahre Berufserfahrung zurück.

Strahlenschutz beginnt mit Messungen. "Strahlung ist unsichtbar, riecht nicht, macht kein Geräusch. Aber es gibt hochempfindliche Geräte, mit denen wir sie messen können. Und das machen wir hier in der Anlage und in ihrer Umgebung nach strengen Regeln." Astrid Klipfel zeigt auf einen Schrank voll Aktenordner. Sie ist dafür verantwortlich, dass das interne Regelwerk stets den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Heute beschäftigt sie sich mit einer überarbeiteten Richtlinie des Bundesumweltministeriums und durchforstet Betriebshandbücher und Fachanweisungen nach Stellen, die davon betroffen sind. "Bei dieser Arbeit kommt es auf Genauigkeit an."

Auf einer Grafik an der Wand ihres Büros ist die durchschnittliche Strahlenbelastung für einen in Deutschland lebenden Menschen dargestellt. "Etwa die Hälfte dieser Strahlung ist natürlichen Ursprungs und kommt zum Beispiel aus dem Weltall oder aus den Gesteinsformationen unter uns. Damit lebt die Menschheit seit Anbeginn." Die andere Hälfte wird fast vollständig durch medizinische Anwendungen wie zum Beispiel Röntgenuntersuchungen verursacht. "Der Beitrag der Kernkraftwerke liegt im Promille-Bereich und ist für die Bevölkerung völlig ungefährlich." Astrid Klipfel kennt die geltenden Vorschriften. Deshalb weiß sie: "Die permanenten Messungen in der Umgebung zeigen, dass wir stets weit unter den Grenzwerten liegen. Und die deutschen Grenzwerte sind bereits deutlich niedriger als international gefordert." Ihr ist wichtig, dass die Bevölkerung sich keine Sorgen macht. "Viele Diskussionen über die angebliche Strahlenbelastung durch Kernkraftwerke können wir als Fachleute nicht nachvollziehen.

Der Feierabend naht, die ersten Kollegen verabschieden sich. Auch Astrid Klipfel fährt ihren Rechner runter. Sie freut sich auf den nächsten Tag. Dann hat ein neuer Schulungsfilm für die Mitarbeiter Premiere, an dem sie mitgewirkt hat. "Wer gut über Strahlung Bescheid weiß, kann sich vor ihr schützen."


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