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Notfall- und Katastrophenschutz: Auch an das extrem Unwahrscheinliche denken

November 2013


KKE Emsland, Bildquelle: Fachzeitschrift atw, Ausgabe 06/2009

Deutsche Kernkraftwerke verfügen über Sicherheitseinrichtungen sowie vorgeplante Maßnahmen, die das Eintreten eines kerntechnischen Unfalls mit relevanten radiologischen Auswirkungen in der Umgebung praktisch ausschließen. Zu einem solchen Ereignisablauf kann es nur dann kommen, wenn die vorhandenen, mehrfach gestaffelten Sicherheitsmaßnahmen nicht greifen sollten und die zusätzlichen Maßnahmen zur Verhinderung schwerer Kernschäden und zur Eindämmung ihrer radiologischen Folgen nicht erfolgreich wären. Für diesen extrem unwahrscheinlichen Fall wurden von den zuständigen staatlichen Stellen Katastrophenschutzplanungen für die Umgebung von Kernkraftwerken erarbeitet. Vorrangiges Ziel der Planungen ist, Auswirkungen eines kerntechnischen Unfalls auf die Bevölkerung zu verhindern oder zu begrenzen.

Der Katastrophenschutz in der Umgebung kerntechnischer Anlagen wird von den nach Landesrecht zuständigen Behörden wahrgenommen. Diese ergreifen die zur Gefahrenabwehr erforderlichen Maßnahmen. Für die Lagebeurteilung stehen ihnen neben den laufenden Meldungen des Anlagenbetreibers die Messwerte der Kernreaktor- Fernüberwachung (KFÜ) zur Verfügung.

Für die anlageninterne Notfallplanung ist der Betreiber zuständig. Der Betreiber und die Katastrophenschutzbehörden stimmen ihre Planungen untereinander ab. Der Betreiber unterstützt und berät die Katastrophenschutzbehörden bei der Erarbeitung von Katastrophenschutzplänen. Er beteiligt sich an den in regelmäßigen Abständen stattfindenden Katastrophenschutzübungen. Die Bevölkerung in der Umgebung des Kernkraftwerks wird durch Informationsveranstaltungen und Broschüren sowie über lokale und regionale Medien mit dem jeweiligen Katastrophenschutzplan vertraut gemacht.

Kerntechnische Unfälle sind der 4. Sicherheitsebene zuzurechnen. Für eine solche Situation ist in der Notfallplanung des Betreibers eine den zu erwartenden Anforderungen entsprechende Notfallorganisation vorgesehen. Im Notfall tritt an die Stelle des Betriebshandbuchs das Notfallhandbuch. Im Notfallhandbuch sind Regelungen getroffen, die ein situationsgerechtes Handeln der Notfallorganisation ermöglichen, und Maßnahmen beschrieben, die im Fall auslegungsüberschreitender Ereignisse ergriffen werden können, um das Ereignis zu beherrschen oder seine Folgen zu begrenzen. Durch eine angemessene Ausbildung, Qualifikation und Vorbereitung sind die Betriebsangehörigen mit ihren Aufgaben im Rahmen der Notfallorganisation vertraut. Durch jährlich durchzuführende Übungen werden die vorgesehenen Maßnahmen des Betreibers trainiert, überprüft und weiterentwickelt.


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