Internationale Kernenergiebilanz 1999

Berlin, 23.02.2000

In der internationalen Kernenergiebilanz belegten unter den zehn leistungsstärksten und sichersten Atomkraftwerken insgesamt sieben deutsche Reaktoren die Plätze eins bis vier sowie sechs, sieben und acht. Weltmeister 1999 der Stromproduktion wurde das Kernkraftwerk Isar-2 mit einer Erzeugung von 12,27 Milliarden Kilowattstunden (kWh). Silber erwarb das Kernkraftwerk Grohnde (11,83 Mrd. kWh), Bronze ging an Philippsburg-2 (11,72 Mrd. kWh), Brokdorf (11,67 Mrd. kWh) errang Platz vier. Neben den deutschen sind unter den Top Ten noch zwei amerikanische und ein französisches Kernkraftwerk.


Deutschlands Kernkraftwerke sind seit dem Jahr 1980 weltweit führend. In eindrucksvoller Weise bewiesen sie bei der Stromproduktion kontinuierlich Zuverlässigkeit und Sicherheit. Allein in den vergangenen elf Jahren belegten sie von den Top Ten insgesamt neun Mal sieben Spitzenplätze und zwei Mal sechs Spitzenplätze. "Diese im internationalen Vergleich weit überragenden Leistungs- und Verfügbarkeitswerte sind nur aufgrund der hohen technischen Reife deutscher Kernkraftwerke und einer überdurchschnittlichen Qualifikation ihrer Betriebsmannschaften möglich", kommentierte der Präsident des Deutschen Atomforums, Otto Majewski, das Ergebnis.

Die sieben deutschen Kernkraftwerke unter den Top Ten von 1999 lieferten jeweils mehr als elf Milliarden kWh Strom. Zum Vergleich: Zehn Milliarden kWh reichen, um eine Millionenstadt wie Hamburg ein Jahr lang mit Strom zu versorgen.

Weltweit waren Ende des vergangenen Jahres 436 Kernkraftwerke in Betrieb. Sie produzierten 1999 2,5 Billionen kWh Strom. Kernenergie liefert damit 16 % der Weltstromproduktion.

Seit Beginn der friedlichen Nutzung der Kernenergie wurden weltweit insgesamt 37,2 Billionen Kilowattstunden Strom aus Uran und Plutonium gewonnen, das heißt 37.200.000.000.000 kWh (!) dies entspricht dem fast 70 fachen der jährlichen Stromerzeugung (aus allen Energiequellen) in Deutschland.

Hinweise:

Verwendet wurden u. a. Angaben des Informationsdienstes Nucleonics Week, Verlag McGraw-Hill.

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